Klar wie Wasser

Mädchen untersuchen am vierten mint:pink-Tag Gewässerproben in Geesthacht

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Die mint:pink-Mädchen besuchten am 26.09.2017 das Schülerlabor „Quantensprung“ am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Im Fokus des Programmtages stand die Wasseranalytik.

Nach einführenden Worten zum Helmholtz-Zentrum konnten die Mädchen Farbpigmente aus Kaliumhexacyanoferrat II herstellen und die so erzeugte Tinte testen – sogar dokumentenecht!

Nach einer kleinen Pause wurden verschiedene Mineralwasser und Elbwasser auf den Calciumgehalt untersucht. Calcium ist beim Menschen beispielsweise für den Knochenbau, für die Signalweiterleitung in unseren Nervenbahnen und für die Blutgerinnung zuständig. Im Meer wird Calcium vor allem in Muschelschalen eingebaut. Im Haushalt ist Calcium allerdings auch für Verkalkungen in Rohren, Kaffee- und Waschmaschinen verantwortlich. Die qualitative Analyse hat ergeben, dass Gerolsteiner-Mineralwasser den höchsten Calciumgehalt besitzt. Volvic-Mineralwasser hat dagegen einen Calciumgehalt, der mit Leitungswasser vergleichbar ist. Bei der spannenden Analyse wurde durch die Zugabe von Ammoniumoxalat das Calciumoxalat gebildet, welches ausfällt und der Trübungsgrad bewertet werden kann. Im Körper ist Calciumoxalat auch für die Bildung von Nierensteinen verantwortlich. Die nächste Analyse beschäftigte sich mit dem quantitativen Nachweis von Eisen im Elbwasser. Hierzu wurden von den Mädchen Verdünnungsreihen hergestellt und anschließend das Elbwasser beprobt. Das Ergebnis ergab einen Eisengehalt von ca. 1mg pro Liter Elbwasser.

Nach der Mittagspause führte die Gruppe eine Titration zur Bestimmung des Calciumgehalts durch. Erstaunlicherweise waren die Ergebnisse unserer Teams ähnlich genau, wie die Analysewerte der Hersteller durch professionelle Labore. Die Mädchen freuen sich schon auf den nächsten Programmtag im November.